Das Pfeifchen

Volkslied

Ein altes Soldaten-Marschlied, das der Tabakpfeife ein Denkmal setzt - auch wenn wie, wie der Textdichter, wissen, dass übermäßiges Rauchen der Gesundheit schadet. In Kultur und Lebensumstände früherer Generationen war die Pfeife aber durchaus ein beliebtes Steckenpferd.

Musiknoten zum Lied Das Pfeifchen

Liedtext

Pfeifchen, wer hat dich erfunden,
wem verdankst du dein Bestehn?
Ist sein Name längst verschwunden?
Ssag' war um, sag' warum ist das gescheh'n?

Ei, mein Liebchen will's nicht leiden,
wenn mich meine Pfeife freut:
mag sie mich darum auch meiden,
meinem Pfeifchen, meinem Pfeifchen bleib' ich treu.

Wollen Weiber uns verfluchen
wegen Tabaksraucherei,
ei, so wollen wir's versuchen,
ob das Rauchen, ob das Rauchen schädlich sei.

Komm ich abends spät nach Hause,
wenn die Tür verschlossen ist,
so nehm' ich meine Pfeif und rauche,
bis die Tür, ja bis die Tür geöffnet ist.

Wenn gebückt in späten Tagen
ich einst geh', der Arm wird matt,
und die Knie den Dienst versagen,
bleibst du doch, bleibst du doch mein Kamerad.

Lieg' ich einst im Sterbebette,
reicht mir meine Pfeife her!
Rauch' mit jedem in die Wette
Zug für Zug, Zug für Zug mein Pfeifchen leer.