| 1. |
An einem heißen Sommerabend saß ich vor meiner Hüttentür; da kam ein Jüngling ganz jung von Jahren und setzte sich an meine Seit'. |
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2. |
O liebes Mädchen, o laß mich lieben, ich bin der Lehrmeister aus Paris! O lieber Jüngling, ich kann nicht lieben, weil ich nicht weiß, was Liebe ist! |
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3. |
Des andern Morgens, da schleichen beide, von dem die Mutter gar nichts weiß. Jedoch der Vater, der kann es wissen, weil er auch weiß, was Liebe heißt. |
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4. |
Des andern Morgens, da schreit die Mutter: O liebes Töchterlein, o steh nur auf. O liebe Mutter, laß mich schlafen, ich hab heut nacht das Lieben gelernt. |
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5. |
Er ist ein Heuchler und ein Verführer, der dir dein junges Blut beraubt! Er ist kein Heuchler und kein Verführer, er ist der Lehrmeister von Paris. |
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6. |
Tausend Taler wollt ich geben, wenn ich den Lehrmeister sehen könnt! O liebe Mutter, den kannst du sehen, der kommt heut abends her zu mir. |
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