Volkslieder Lieder vom Handwerk

Am Sonntag, da ißt der Meister Bohnen

Volkslied (18. Jh.)

Volksweise (18. Jh.)

Musiknoten zum Lied Am Sonntag, da ißt der Meister Bohnen

Liedtext

Am Sonntag, am Sonntag, da ißt der Meister Bohnen,
und was ein jeder hat getan,
das will der Meister lohnen.
Heidlidum, was soll das sein?
Und lustig müss'n wir Burschen sein,
Küratschjo, Plümatschjo!

Am Montag, da schlaf ich bis um viere,
da kommt ein lustger Spießgesell,
da gehn wir zu Biere.

Am Dienstag, da schlaf ich bis um zehne,
und wenn mich dann der Meister weckt,
dreh ich mich um und gähne.

Am Mittwoch, da ist die Mitt' der Wochen,
da hat der Meister 's Fleisch verzehrt,
behalt er auch die Knochen.

Am Donn'rstag, da ist es gut zu spaßen,
da nehm ich's schwarzbraun Mägdelein
und geh mit auf der Gassen.

Am Freitag, da kommts Gewerk zusamme,
da eß ich drin zum Abendbrot
die schönste Butterbamme.

Am Sonnab'nd, da ist die Woch' zu Ende,
da geh ich zur Frau Meisterin
und hol mir 'n reines Hemde.